Coxiellose


Die Krankheit wird bei den Tieren als Coxiellose bezeichnet. Infiziert sich der Mensch, so wird vom Q-Fieber oder auch Krimfieber gesprochen.

Infizierung

Für eine Ansteckung empfänglich sind besonders Schafe, Ziegen und Rinder, aber auch Wildtiere, Hunde, Katzen und Kaninchen. Die Ansteckung kann zum einen durch Zecken erfolgen, und zwar nicht über deren Biss, sondern über deren Kot. Die Übertragung erfolgt zum anderen durch infizierte Tiere über die Luft mit Staubpartikeln oder Tröpfchen. Insbesondere beim Abort und bei der Geburtsproduktion werden massiv Coxiellen ausgeschieden. Die grösste Ansteckungsgefahr geht deshalb von tragenden Tieren aus.

Symptome und Behandlung

Die Infektion ist äusserlich meist nicht erkennbar. Es sind jedoch vermehrt Aborte und Fruchtbarkeitsstörungen festzustellen. Der Nachweis erfolgt über Blut- oder Milchproben. Die Bekämpfung der Infektion ist mit Antibiotika möglich. Dadurch kann aber die Erregerausscheidung nicht vermieden werden. Ein Impfstoff besteht. Er ist in der Schweiz und in Deutschland jedoch gegenwärtig nicht zugelassen.

Verbreitung der Coxelliose in der Schweiz

Bei der Coxiellose handelt es sich um eine zu überwachende Seuche, die meldepflichtig ist. In der Schweiz sind die Erkrankungsfälle in den letzten Jahren auf tiefem Niveau verharrt. Im Jahr 2009 wurden bei Ziegen bisher sechs Fälle gemeldet. Die meisten Fälle sind bei Rindern zu verzeichnen. Insgesamt trafen bis Mitte Dezember 76 Meldungen ein. Das Ansteckungsrisiko für den Menschen besteht bei allen Tierarten im selben Umfang, wobei vor allem Wanderherden die Verbreitung fördern.

Zoonose - Übertragung

Der Mensch infiziert sich durch das Einatmen von Tröpfchen oder Staubpartikeln. Gefährdet sind vor allem Personen, die einen direkten Kontakt zu infizierten Tieren haben oder im Umfeld solcher Tiere arbeiten. Eine Infektion über die Milch gilt als unwahrscheinlich. Von Mensch zu Mensch ist der Erreger kaum übertragbar!

Krankheitssymptome bei Menschen

50 Prozent aller Träger des Bakteriums zeigen keine Symptome. Bei der zweiten Hälfte verläuft die Erkrankung ähnlich einer Grippe. Der Ausbruch des Q-Fiebers erfolgt rund 2-3 Wochen nach der Ansteckung. Anzeichen der Krankheit sind typischerweise Fieber, begleitet von Kopf- und Muskelschmerzen. Bei akutem Q-Fieber tritt auch eine atypische Pneunomie (Lungenentzündung) auf.

Quellen:

Aktuell

Ziegen-Archiv

Hinweise