Ziegen aktuell

Ziegen sorgen immer für Gesprächsstoff. An dieser Stelle werden Aktualitäten aus Zeitung, Zeitschriften und dem Internet publiziert. Wollen Sie nichts verpassen? Mit dem RSS-Feed können Sie sich die Mitteilungen auch abonnieren.

 

 

Hofversteigerung gefährdet Islandziege

Islands einzige Ziegenfarm, Háafell í Hvítársíðu, soll Anfang September wegen Überschuldung versteigert werden. Auf dem Hof leben 22 Prozent der isländischen Ziegenpopulation.

Gemäss einem Bericht der Iceland Review geht das Landwirtschaftsministerium davon aus, dass niemand den Hof erwerben wird. Die 190 Ziegen und ihre 200 Zicklein würden dann wohl ins Schlachthaus gehen.

Die Rasse der Islandziege gilt als gefährdet. Die Tierzahl konnte zwar in den letzten Jahren bis auf rund 800 Tiere gesteigert werden. Es bräuchte jedoch mindestens 1000 Muttertiere, damit die Rasse einigermassen gesichert wäre. Die Aufgabe des Hofes wäre damit ein grosser Rückschlag für den Fortbestand der Rasse.

Freunde der Islandziege und der Besitzerin des Hofes versuchen nun mit einer internationalen Spendenaktion, das nötige Geld aufzutreiben. Benötigt werden 10 Millionen Isländische Kronen, was 90'000 US-Dollars entspricht. Die Internetseite mit Spendenaufruf und weiteren Informationen findet sich unter http://igg.me/at/savethegoats/x (Bild: igg.me, 12.8.2014)

 


Das Jahr 2015 mit Schweizer Ziegen

Wer einen schönen Ziegen-Kalender für das nächste Jahr sucht, wird im neuen Webshop von Melanie Weber sicher fündig. Die Hobbyfotografin und Ziegenfreundin hat die Vielfalt an Schweizer Ziegenrassen mit ihrer Kamera aufgenommen und in einem Wand- und Tischkalender zusammengestellt:  Zu finden ist sind unter anderem die Saanenziegen und Toggenburgerziegen, aber auch viele gefährdete Rassen wie die Appenzeller- und Pfauenziege oder die Capra Sempione. Diese bunte «Ziegen-Mischung» bildet den Schweizer Ziegenkalender 2015, den Melanie Weber über ihren Webshop (http://tiefblicke.ch/shop) vertreibt. Auf ihrer Webseite gibt es übrigens noch weitere prächtige Ziegenaufnahmen zu entdecken, zum Beispiel der Capra Sempione. (2.8,2014)

 


Schweizer Ziegen-Export vor dem Aus

Jährlich werden rund 100 bis 200 Schweizer Ziegen in den EU-Raum exportiert. Damit dürfte aber bald Schluss sein. Die EU verschärft die Vorschriften für den Handel mit Ziegen. Ab 2015 dürfen nur noch Tiere aus Ländern importiert werden, welche die Prionenkrankheit Scrapie überwachen. Wegen der bilateralen Verträge muss die Schweiz die EU-Regel übernehmen, auch wenn sie über kein Überwachungsprogramm verfügt und damit auch nicht über den erforderlichen Scrapiestatus.
Obwohl die Schweiz seit fast zehn Jahren scrapiefrei ist, wäre der Weg zu einem offiziellen Status lang. Auf dem Internetportal schweizerbauer.ch wird Nathalie Rochat vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zitiert, wonach  der Status «kontrolliertes Risiko» frühestens nach drei und der Status «vernachlässigbares Risiko» nach sieben Jahren beantragt werden kann.  Ob das Sinn mache und wer gegebenenfalls die Kosten tragen solle, werde das BLV mit allen Beteiligten diskutieren. Ursula Herren, Geschäftsführerin des Schweizerischen Ziegenzuchtverbandes, bezweifelt, dass der Aufbau von Überwachungsprogrammen mehrheitsfähig wäre, weil Scrapie so selten sei und keine Gefahr für den Menschen darstelle. Dass ab 2015 der Export verunmöglicht werde, sei ein herber Verlust für die Schweizer Ziegenzucht. Der Wegfall des Gen-Austausches mit Italien gefährde zudem die Rasse Nera-Verzasca-Ziege. Für die Schweizer Ziegenzucht und die Freunde der Schweizer Ziegen im EU Raum bleibt nur die Hoffnung, dass sich die EU Behörden noch umdenken.  Derzeit ist eine Umfrage unter den EU-Ländern im Gange.

Weitere Informationen zur Ausfuhr von Ziegen und zur aktuellen Situation können jederzeit beim BLV nachgelesen werden (1.7.2014).

 


Faszinierende Sammlung alter Ziegen-Postkarten

Jean-Michel Bruchon aus Lyon sammelt mit Leidenschaft alte Postkarten mit Ziegen- und Ziegenhirtenmotiven aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Er besitzt in diesem Segment eine der grössten Sammlungen in Frankreich. Statt die schönen Karten nur für sich und Freunde im Album aufzubewahren, stellt er sie ins Internet, um auch anderen Interessierten Einblicke zu gewähren.  Die einzelnen Karten sind nach Seltenheitswert mit Sternen markiert und auf zwei Seiten nach folgenden Kategorien publiziert:

Postkarten aus Frankreich  https://sites.google.com/site/chevresetchevriers

Ausländische Postkarten  https://sites.googlecom/site/chevresetchevriersetrangeres

Wir wünschen viel Vergnügen beim Eintauchen in eine frühere Welt. (26.6.2014)

 


Neue Capra Grigia-Alp für Mutterziegen

Im Averstal (GR) ist eine neue Alp für Mutterziegen der seltenen Capra Grigia entstanden.   Hier verbringen sie den Sommer in ihrem natürlichen Umfeld, können rasserein gedeckt werden und fördern die Biodiversität auf der Alp. Weitere Informationen können nachgelesen werden unter www.prospecierara.ch (19.6.2014).

 


Kaschmir-Vierlinge im Tierpark Goldau

Sechs muntere Zicklein, weiss, grau und fast schwarz sind derzeit im Tierpark Goldau zu bewundern. Wie der Medienmitteilung des Tierparks zu entnehmen ist, Zicklein im Tierpark Goldau (Bild zVg)entstammen drei Zicklein einem Vierlings-Wurf. Die vier Zicklein mussten sich die Zitzen der Mutter teilen. Ein Junges war jedoch zu schwach und starb. Ende Mai und Anfang Juni gebaren zwei weitere Mutterziegen Zwillinge und ein Zicklein. Die Kaschmirziegen hätten die grossen Temperaturschwankungen der letzten Wochen gut ertragen. In ihrer ursprünglichen Heimat, dem zentralasiatischen Hochland, haben sie sich an Extremtemperaturen von minus 40 bis plus 40 Grad Celsius gewöhnt. Weitere Informationen zu Tierpark und Bewohnern sind unter www.tierpark.ch nachlesbar (16.6.2014, Bild zVg).

 


Heisse Tage - Tipps für Ziegenhalter

Der Juni brachte bereits die ersten Hitzetage und der Sommer steht erst bevor. Der Beratungsdienst für Kleinwiederkäuer gibt im aktuellen Forum verschiedene Ratschläge, damit die warme Jahreszeit für die Tiere erträglich bleibt. So brauchen Ziegen geeignete Schattenplätze, die genügend gross sein sollten, um auch rangniedereren Tieren Unterschlupf zu bieten. Besonders geeignet sind grosse Bäume und Baumgruppe, da dort ein angenehmes Klima herrscht. Fehlen solche natürlichen Schattenspender, braucht es einen künstlichen Witterungsschutz. Bewährt sind Unterstande ohne Wände oder Schattennetze. Weiter benötigen die Ziegen den freien Zugang zu Wasser . Das Wasser in Kübeln muss täglich erneuert werden, da es rasch verschmutzt. Ideal sind deshalb Brunnen mit fliessendem Wasser aus Quellen und Bächen. Ein wichtiges Thema ist in diesem Sommer auch der Insektenschutz. Der zu warme Winter 2013/2014 wird zu einer grösseren Fliegen- und Mückenpopulation führen. Das BGK rät zum grossflächigen Aufstellen von Fliegenfallen. Bei massivem Insektenbefall ist der Ensatz eines Insektizides zum Aufgiessen sinnvoll (10.6.2014).

 


Wirkungsvoller Ziegenbock-«Duft»

Der strenge Geruch von Ziegenböcken wirkt auf das Gehirn von Weibchen und macht sie paarungsbereiter. In dem für den Menschen unangenehmen «Duft» verbergen sich Stoffe, die das Hormonsystem der Weibchen in Gang bringen. Dies berichten japanische Forscher in der US-Fachzeitschrift «Current Biology».

Der anziehende Geruch eines Ziegenbocks geht von seinen Haaren aus - und zwar besonders von denen auf dem Kopf. Um diesen Geruch der Kopfhaut einzusammeln, setzen die Forscher gesunden und zur Kontrolle kastrierten Böcken für jeweils eine Woche spezielle Kappen auf. Die Experten fanden beim Vergleich dieser Stoffmischungen eine Gruppe leicht flüchtiger Chemikalien namens 4-Ethyloctanal bei den nicht-kastrierten Böcken, die als Parfüm verstäubt bei Weibchen Wirkung zeigte. Das Besondere daran ist, so die Forscher, dass dieser Stoff direkt auf das Gehirn der Weibchen wirkt und das für Vermehrung zuständige Hormonsystem in Gang bringt (2.4.2014)

 


Akrobatische Ziegen auf dem Wellblech

Dieser französische Beitrag auf Youtube zeigt sehr schön die Akrobatik und Spielfreude von jungen und alten Ziegen:

 

 

 

Ziegen-Archiv

Mitteilungen aus früheren Jahren finden Sie im Ziegen-Archiv:

 

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