Ziegen aktuell


Immer mehr Ziegen in Österreich

Die Ziegenzucht wird in Österreich immer populärer. So ergab die Viehzählung zum Stichtag 01.12.2009 laut Statistik Austria einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 5698 Tiere bzw. 9.1. Prozent. Insgesamt leben damit 68'188 Ziegen in Österreich (Oberösterreich 18'995, Niederösterreich 14'830, Tirol 12'773, Steiermark 7'892, Salzburg 4'708, Kärnten 4'385, Vorarlberg 3'472, Burgenland 1'031 und Wien 102).
Und noch zwei interessante statistische Fakten: Die Ziegenzahl hat sich in den letzten 25 Jahren mehr als verdoppelt (1985: 32'595). Vor sechzig Jahren gab es hingegen fast fünf Mal so viele Ziegen (1950: 322'816) (26.2.2010, Quelle: Statistik Austria).

Sonderbriefmarke zur Ziege

Die Post gibt zum internationalen Jahr der Biodiversität eine Sondermarke heraus. Darauf abgebildet ist die Pfauenziege. Begründet wird die Auswahl damit, dass die Ziege ein Nutztier sei, das zur biologischen Vielfalt beiträgt: "Ziegen sind sehr wählerisch, sie bevorzugen frische, zarte Kräuter, meiden Altgras und zeigen zudem eine grosse Vorliebe für unerwünschte Arten wie Blacken und Germer. Im Gegensatz zu Schafen fressen sie die Pflanzen weniger tief ab. Sie schonen so die Blumen und damit die farbige Alpenflora. Dadurch leisten sie eine natürliche Landschafts- und Weidepflege. Ziegen lieben aber auch Blätter von Bäumen und Büschen, schälen die Rinde von den Sträuchern und fressen nachwachsende Stauden ab. Damit sind sie Spezialisten im Zurückerobern und somit im Aufwerten von verbuschten Flächen. Mit ihrem Weideverhalten verbessern diese herdentreuen und an harsche Umweltbedingungen gewöhnten Tiere die Vielfalt der vom Zuwachsen bedrohten Flächen im Alpenraum“. Ausgabedatum der schönen Sondermarke ist der 4. März 2010. (6.2.2010, Quelle: Die Lupe, Briefmarkenmagazin 1/10)

 

Gutes tun und gut werben!

Das Webportal "Die Welt der Ziegen" unterstützt ab sofort das Projekt zur Rettung der Kupferhalsziegen der Stiftung ProSpecieRara.
Verbände, Betriebe und Unternehmen für Ziegenzubehör und Ziegenprodukte, die CHF 200 und mehr an das Projekt spenden, werden mit ihrem Logo während eines halben Jahres auf der Webseite speziell hervorgehoben. Ihre Zahlung geht direkt und vollumfänglich an die Stiftung.
Kurz: Mit einem Beitrag an das Projekt können verantwortungsbewusste Firmen gleichzeitig Gutes tun und gut werben. Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte bei info@ziege.ch (2.2.2010).

Ziege mit CAE verkauft - Landwirt verurteilt

Das Landesgericht Innsbruck verurteilte einen Landwirt, der CAE-infizierte Ziegen verkauft hatte. Der Stubaier Landwirt soll einen Teil seiner kranken Tiere auf die Alp getrieben, und einen Teil weiterverkauft haben, obwohl er von der Infektion gewusst hat. Er machte sich damit des Vergehens der Gefährung der Tier- und Pflanzenwelt schuldig und wurde zu einem Strafgeld von 750 Euro auf Bewährung verurteilt.
Auch gemäss eidgenössischer Seuchengesetzgebung gilt, dass sich strafbar macht, wer den Ausbruch einer Seuche oder verdächtige Erscheinungen, die den Ausbruch einer solchen befürchten lässt, nicht meldet oder gar verseuchte und seuchenverdächtige Tiere in den Verkehr bringt. Strafbar ist sowohl vorsätzliches wie fahrlässiges Handeln (29.1.2010, Quelle: www.orf.at).

Durchmelken ist gesund

Ferdinand Ringdorfer hat in einem aufschlussreichen Referat die Vor- und Nachteilen eines mehrjährigen Durchmelkens dargestellt. Breitere Erfahrungswerte gibt es für den Zeitraum von zwei Jahren. Aber auch ein mehrjähriges Durchmelken ist möglich, wobei hierfür nicht alle Ziegen gleichermassen geeignet sind. Der Verlauf der Laktationskurve entspricht beim Durchmelken einer Sinuslinie. Im Sommer werden die höchsten Milchmengen erreicht und im Winter die niedrigsten. Insgesamt ist die Milchmenge über die Jahre rückläufig. Auf Milchqualität und Verarbeitungseigenschaften hat ein mehrjähriges Durchmelken jedoch keine Auswirkungen. Der Verzicht auf ein alljährliches Ablammen ist der Tiergesundheit förderlich. Denn Trächtigkeit, Geburt und die ersten Laktationswochen stellen für die Ziegen eine große Belastung dar. Der hohe Nährstoffbedarf wird in dieser Zeit oftmals nicht genügend abgedeckt. Dann muss die Ziege ihre Körpferreserven anzapfen (16.1.2010, Quelle: LZV Raumberg-Gumpenstein).

Stiftung für Ziegen-Opfer?

Ernst oder Satire? Diese Frage stellt sich bei der Childhood Goat Trauma Foundation. Jedes Jahr würden in den USA über 6000 Personen von Ziegen traumatisiert. Die meisten Ziegen-Traumata würden bei Personen unter 8 sowie über 52 Jahren vorkommen. Um dies zu vermeiden, werden verschiedene „nützliche“ Tipps abgegeben. Hier nur eine Auswahl: Kehren Sie einer Ziege niemals den Rücken zu! Meiden Sie Streichelzoos! Tragen Sie erdfarbige Kleidung, damit sie von den Ziegen nicht entdeckt werden! Wissenschaftliche Studien hätten auch gezeigt, dass Ziegen Kleidungen aus künstlichen Fasern, denjenigen aus natürlichen Fasern vorziehen.
Um zur Eingangsfrage zurückzukehren: Trotz aufwändiger Webseite und viel Bizarrem im Land der unbegrenzten Möglichkeiten darf wohl davon ausgegangen werden, dass es sich bei der angeblichen Stiftung um einen Scherz handelt (10.1.2010, Quelle: www.goat-trauma.org).

 

Ziegenalpen suchen Personal

Immer wieder erreicht uns die Anfrage, wo der Umgang mit Ziegen in der Praxis erlernt werden kann. Eine Möglichkeit bildet ein Alpeinsatz. Zeit und Begeisterung für das Bergleben vorausgesetzt, kann er intensive Einblicke und Erfahrungen bieten. Auf zalp.ch, der Internetseite der Älplerinnen und Älpler, sind bereits die Angebote für das neue Jahr aufgeführt. Wer seine Traumstelle auf der Liste noch nicht findet, kann auch gratis ein Suchinserat aufgeben (3.1.2010, Quelle: www.zalp.ch).

115 Seuchenfälle im 2009

Im Jahr 2009 lagen die bisher gemeldeten Seuchenfälle bei Ziegen mit 115 Erkrankungen im Durchschnitt der letzten 10 Jahre (118 Fälle) und leicht höher gegenüber 2008 (97 Fälle). 80% bzw. 91 Fälle betrafen die Caprine Arthritis-Encephalitis, CAE (2008: 61). Danach folgenden die 11 Chlamydienaborte (2008: 15) und 6 Fälle der Coxiellose (2008: 6). (31.12.2009, Quelle: www.infosm.bvet.admin.ch)

 

Q-Fieber: Ursachen in Holland

Die Fallzahlen in Holland nehmen seit zwei Jahren ständig zu. Die Gefahr einer ähnlich starken Ausbreitung des Q-Fiebers gilt hierzulande als unwahrscheinlich. Die Ziegenzucht unterscheidet sich deutlich von der Intensivhaltung mit Hunderten von Tieren in niederländischen Betrieben. Die Ziegenproduktion stieg dort unglaublich stark an, von 10'000 Tieren in den 90er Jahren auf heute 360'000 Tiere. Abortwellen auf den Grossbetrieben führen zur Verbreitung der Bakterien. Über Mist und Gülle kann die Umwelt kontaminiert werden (22.12.2009, Quelle: BVET-Blog „Q-Fieber nimmt wegen wachsener Ziegenpopulation zu“).

Chip-Pflicht ab 1.1.2010

Die Proteste der Zuchtverbände blieben ungehört: Ab 1. Januar 2010 gilt in der EU die Pflicht zur elektronischen Kennzeichnung von Schafen und Ziegen. Tiere, die nach dem 31. Dezember 2009 geboren werden, müssen grundsätzlich elektronisch gekennzeichnet werden. Eines der beiden erforderlichen Kennzeichen hat eine elektronische Ohrmarke oder ein elektronischer Bolus zu sein, das andere Kennzeichen eine "konventionelle" Ohrmarke.
Die Regelung betrifft nur Tiere, die zur Zucht, für den innergemeinschaftlichen Handel oder die Ausfuhr nach Drittländern bestimmt sind. Dies bedeutet für Deutschland, dass von rund 2,5 Millionen Schafen und Ziegen ungefähr 300.000 Tiere oder 12,5 Prozent des Gesamtbestands elektronisch zu kennzeichnen sind (20.12.2009, Quelle: www.bmelv.de).

Ziegen-Grippe-Welle?

Infektionen in der Schweiz - bei Ziegen auf tiefem Niveau

In den Niederlanden ist die Zahl der Erkrankungen am sogenannten Q-Fieber in diesem Jahr massiv angestiegen. Über 2000 Personen sollen angesteckt worden sein. 6 Patienten sind gemäss Medienberichten am Q-Fieber gestorben. Von der Epidemie betroffen seien besonders die östlichen und südlichen niederländischen Provinzen. Bis zu 20'000 Schafe und Ziegen sollen getötet werden, um eine weitere Ausbreitung des Q-Fiebers bei Menschen zu verhindern (vgl. z.B. www.euronews.net). Plakativ wird vor einer "Ziegen-Grippe-Welle" gewarnt. Die Krankheit ist aber nicht neu und betrifft keineswegs nur Ziegen. Sie wird bei den Tieren als Coxiellose bezeichnet und verläuft - abgesehen von gelegentlichen Aborten und Fruchbarkeitsstörungen - meist ohne Symptome. Bei einer Übertragung auf den Menschen wird die Krankheit als Q-Fieber bezeichnet und äusserst sich als Grippe, teilweise verbunden mit einer Lungenentzündung. Weitere Informationen finden sie <hier>. (12.12.09)

 

Erstaunliche Höhlenziegen

Die Höhlenziegen (Myotragus) siedelten sich vor rund sechs Millionen Jahren auf der Insel Mallorca an. Der Pegel des Mittelmeeres war zu dieser Zeit drastisch gefallen, weshalb die Ziegen mit trockenen Klauen vom Festland auf die Insel gelangen konnten. Als das Meer aber wieder anstieg, blieben sie ohne natürliche Feinde auf der Insel zurück. Es kaum zu einer ungezügelten Vermehrung der Tiere und - in der Folge - zu einer grossen Nahrungsknappheit. Die Ziegen passte sich den extrem kargen Lebensbedingungen in bemerkenswerter Weise an: Sie wurden zwergwüchsig. Bei der Geburt waren sie kaum grösser wie eine Ratte. Die Geschlechtsreife erreichten sie erst mit 12 Jahren. Besonders bemerkenswert ist aber auch das geschrumpfte Gehirn. Im Gegensatz zu unseren heutigen Ziegenrassen verfügten sie nur noch über halb so viel Hirnmasse. Gehirnzellen brauchen bekanntlich Energie. Da die Höhlenziegenen nicht ständig auf der Hut vor Raubtieren sein mussten, benötigten sie auch weniger graue Zellen. Die Einsparung war also folgerichtig. Die Tiere dösten zudem die meiste Zeit im Schatten und bewegten sich kaum. Sie waren übehaupt nicht mehr in der Lage, schnell zu laufen. Denn auch dies brauchte nur unnötig Energie. So überlebte die Gattung während Jahrtausenden. Mit dem Eintreffen der Menschen auf der Insel vor 3000 Jahren starb die Höhlenziege aber schlagartig aus (18.11.2009, Quellen: http://derstandard.at, www.sueddeutsche.de).

Wählerische Tischpartner

In Laufställen gilt es darauf zu achten, dass auch rangniedere Ziegen genügend zum Fressen kommen. Können sich die Tiere bei der Futteraufnahme bewegen, benötigen sie weit mehr Abstand zu ihren Artgenossen wie beim fixierten Fressen (wo rund 45cm genügen). Der notwendige Abstand kann je nach Ziegenpaar sogar bis zu 4 Meter betragen! Im aktuellen Forum Kleinwiederkäuer 11/09 gibt Nina Keil verschiedene Tipps für Verbesserungsmöglichkeiten im Laufstall. Dazu gehören zum Beispiel die klare Trennung von Fress- und Liegebereich, mehrere Futterraufen und deutlich mehr Fressplätze als Ziegen, keine Engpässe und Sackgassen im Stall und nicht zuletzt stabile Herdegruppen (15.11.2009, Quelle: Forum Kleinwiederkäuer).

Quantensprung des SZZV

Der Schweizerische Ziegenzuchtverband, die Caprovis Data AG und das Forum Kleinwiederkäuer machen einen Quantensprung mit ihrem Internetauftritt. Zahlreiche und übersichtliche Informationen zur Ziegenzucht in der Schweiz, ein Veranstaltungskalender und sogar ein kostenloser Anzeigenmarkt sind auf den neuen Seiten zu finden. Wollen Sie sich selber ein Bild machen? Die jeweiligen Internetadressen lauten http://szzv.caprovis.ch, http://cdag.caprovis.ch, http://forum.caprovis.ch (15.11.2009).

 

Aufruf zur Geissen-Demo

Am 20. November 2009 findet eine Kundgebung gegen die Schweizer Wolfspolitik auf dem Bundesplatz in Bern statt. Der Anlass beginnt um 11.30 Uhr. Veranstalter sind der Schweizer Ziegenzuchtverband, der Schweizer Schafzuchtverband sowie der Verein zur Verteidigung gegen Grossraubtiere. Es wird je eine Gruppe von 25 Schafen und Ziegen aufgetrieben. Züchter und Halter von Schafen und Ziegen sind aufgerufen, an der Kundgebung teilzunehmen. Mindestens 12 Wölfe sind in der Schweiz derzeit nachgewiesen. Immer wieder kommt es zu Verlusten bei Schafen und Ziegen. Die Züchter und Halter treten deshalb gegen den Artenschutz für Wölfe in der Schweiz an. Der Schutz des Wolfes soll nicht über den Schutz der Nutztiere gestellt werden (13.11.2009, Quelle: www.szzv.ch).

Ziegen als Brandstifter

In Gleisdorf (Österreich/Bezirk Weiz) brannte ein Ziegenunterstand vollkommen nieder. Ausgelöst wurde der Brand durch eine Ziege, die in ein Elektrokabel biss. Die hohe Luftfeuchtigkeit verursachte in der Folge einen Kurzschluss, der nicht nur im ganzen Anwesen das Licht ausgehen liess, sondern auch den Tierunterstand in Schutt und Asche legte. Der Schaden beträgt 4000 Euro. Die Tiere kamen mit dem Schrecken davon. Der gestrige Bericht des ORF ist eine gute Erinnerung an jeden Ziegenhalter, dass Stromkabel in der Reichweite seiner Tiere einen guten Schutz brauchen. Die Knabberlust der Ziegen ist bekanntlich (fast) unbeschränkt! (28.10.2009, Quelle: http://steiermark.orf.at)

Umfassende Informationen zur Klauenpflege

Es gibt angenehmere Beschäftigungen wie der regelmässige Klauenschnitt - für Ziegen wie Halter. Die konsequente Klauenpflege ist jedoch unververmeidbar und wichtig. Heinz Strobel hat sich diesem Thema im Buch "Klauenpflege Schaf und Ziege" speziell gewidmet. Es erschien in diesen Tagen und bietet viel Grundlagenwissen. Dazu gehören insbesondere Hinweise, wie Klauenkrankheiten vermieden, erkannt und behandelt werden können. Das Buch setzt einen gewissen Erfahrungsschatz im Umgang mit Tier und Klaue voraus. Anfängern ist es deshalb weniger zu empfehlen (9.10.2009, Quelle: Ulmer Verlag)

 

Zonoosen im Überblick

Zoonosen sind Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können. Die Übertragung erfolgt durch den direkten Kontakt oder den Konsum von Lebensmitteln tierischer Herkunft. Möchten Sie wissen, welche Ziegenkrankheiten übertragen werden können? Das Bundesamt für Veterinärwesen hat neu diese Informationen übersichtlich ins Internet gestellt, aufgeteilt in Symptome, Ansteckung und Prävention für Mensch und Ziege. Die Angaben sind zu finden unter www.bvet.admin.ch. (20.9.2009).

Walliser Schwarzhals mit hoher Aufzuchtleistung

Bei Walliser Schwarzhalsziegen und Burenziegen gilt die Aufzuchtleistung als quantitatives Leistungsmerkmal zur Bewertung der Milchleistung. Dabei wird das Geburtsgewicht mit dem 40 Tage-Gewicht verglichen. Die Statistik 2008 der Herdebuchstelle zeigt, dass die Schwarzhals Ziege hier die Nase deutlich vorne hat. Währendem die Buren-Gitzi bei der Geburt noch ein höheres Gewicht aufwiesen, wogen sie nach 40 Tagen 1 kg bzw. 10% weniger als die Schwarzhals-Gitzi.

  Geburtsgewicht   Gewicht 40. Tag  
  m w m w
Walliser SH 3.7 kg 3.4 kg 9.9 kg 10.1 kg
Buren 4.0 kg 3.6 kg 8.8 kg 9.1 kg

Sehr erfreulich ist auch die hohe Nachzuchtrate der gefährdeten Walliser Schwarzhalsziege. Sie liegt mit 47 Prozent auf Platz 2 aller im Herdebuch erfassten Rassen. Auf Platz 1 liegt hier die Burenziege mit einer beeindruckenden Nachzuchtrate von 57%. (15.9.2009, Quelle: Forum 9/2009)

Ziegenbockgeruch aus 19 Inhaltsstoffen

"Der stinkende Geissbock" - das neue Kinderbuch

Ziegen als Hauptdarsteller in Kinderbüchern sind keine Seltenheit. Selten ist hingegen die Darstellung so originell wie im soeben erschienen Buch "Der stinkende Geissbock". Geissbock Charly verliebt sich in die Geiss Alina. Er will sie mit einem neuen, attraktiveren Duft erobern. Auf seiner Reise entdeckt er zwölf wunderbare, aber auch einige sonderbare Gerüche. Nach langer Suche findet Charly ein Feld voller Rosen. Der „Duft der Liebe“ soll seine Angebetete beeindrucken. Wir ahnen schon, was daraus wird... Doch nun der Clou: Reibt der Leser mit seiner Hand über die zahlreichen Bilder, kommt er selbst in den Genuss der zwölf verschiedenen Duftnoten, Ziegenbockgeruch natürlich inklusive. Nach Angaben der Autoren waren alleine für die Herstellung des Geissbock-Duftes insgesamt 19 Inhaltsstoffe notwendig. Wer mehr über das originelle Buch erfahren will, findet weitere Angaben unter www.duftbuch.ch. (2.9.09)

 

Protest gegen Ziegen-Tierfabrik in Niedersachsen

Die Landesdomäne Heidbrink soll an das Unternehmen Petri-Feinkost für den Bau von Europas größter Massentierhaltung von Ziegen verkauft werden. Bis zu 7000 Milchziegen und Böcke werden ohne jeden Auslauf in großen Ställen untergebracht. Die Albert-Schweitzer Stiftung sammelt Unterschriften gegen dieses äusserst fragwürdige Projekt unter http://albert-schweitzer-stiftung.de. (31.7.09)

Hoffnung für die Kupferhalsziege

ProSpecieRara veröffentlichte diese Woche positive Neuigkeiten zur stark gefährdeten Kupferhalsziege. Im Rahmen eines Erhaltungszuchtprojekts konnte der Gesamtbestand von anfänglich 15 bekannten Tieren bis heute wieder auf 60 Tiere angehoben werden. Das Institut für Genetik des Tierspitals Bern ist zudem daran, das Gen zu identifizieren, welches für die attraktive Kupferfärbung der Tiere verantwortlich ist. Nebst der einzigartigen Genetik der Tiere sei aber auch der kulturelle Wert der alten Rasse von Bedeutung. Dass die Kupferhalsziege Tradition habe, zeige unter anderem ihre Umschreibung in einem landwirtschaftlichen Werk von 1890 (25.7.2009/Quelle: www.prospecierara.ch).

Schützen Sie Ihre Ziegen vor der Sommerhitze!

Gerade rechtzeitig zu den heissen Sommertagen gibt uns die Zeitschrift Schafzucht Ratschläge, wie wir die Sommerhitze für unsere Schafe und Ziegen erträglicher gestalten können. So sind den Tieren stets genügend schattige Orte zur Verfügung zu stellen (Bäume, Unterstände, Sonnenschutzsegel, etc.). Die Tränke ist täglich zu kontrollieren. Ziegen sind hinsichtlich der Wasserqualität anspruchsvoll. Verschmutztes Wasser wird schlicht verweigert, mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Tränke sollte im Schatten angebracht werden. Sie wird an solchen Orten lieber genutzt und das Wasser bleibt im Schatten länger frisch. Stehende oder fliessende Gewässer sollten hingegen nicht als Tränke genutzt werden (Bakterienaufkommen im Wasser, Parasiten im morastigen Boden). Im Weiteren wird in Erinnerung gerufen, dass auch Ziegen an unbehaarten Stellen einen Sonnenbrand bekommen können. Interessant ist dabei der Hinweis, dass gewisse Futterpflanzen die Empfindlichkeit vor Sonnenlicht noch verstärken. So führt zum Beispiel der Verzehr von Johanniskraut in Kombination mit starker Sonneneinstrahlung zu einer dem Sonnenbrand ähnlichen Hautirritation. (13.7.09/Quelle mit zahlreichen weiteren Ausführungen: Schafzucht 13/09)

Fahren Ziegenfreunde Mitsubishi?

In Neuseeland erhalten Käufer des Pick-ups Mitsubishi Triton bis Ende Juli gratis eine Ziege geschenkt. Mit dieser Kampagne sollen vor allem Landwirte angesprochen werden. Ziegen würden - wie der Triton - die Effizienz des Farmbetriebs steigern. Erwähnt werden vor allem die Fähigkeiten zur giftfreien und kostengünstige Unkrautbekämpfung, aber auch zahlreiche weitere Vorteile wie die Milch- und Fleischproduktion. Wer trotzdem keine Ziege brauchen kann, dem wird ein „No goat package“ angeboten, das verschiedene Vergünstigungen (Garantieverlängerung, etc.) beinhaltet.
Ebenfalls in diesen Tagen durch den Blätter- und Internetwald gondelte die Nachricht, dass in US-Bundesstaat Maryland vierzig Ziegen zum Schutz einer gefährdeten Schildkrötenart eingesetzt werden. Damit die Schildkröten nicht den Messern der Mähmaschinen zum Opfer fallen, sollen künftig die Ziegen eines nahen Bauernbetriebs den Bewuchs niedrig halten. Diese Nachrichten aus aller Welt zeigen einmal mehr: Ziegen sind als Landschaftspfleger im Trend! (3.6.2009/Quellen: www.cnn.com; www.mitsubishi-motors.co.nz, http://newsticker.welt.de)

 

Vorsicht vor dem Jakobskreuzkraut!

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weist auf die Gefahren der zunehmenden Verbreitung des Jakobskreuzkrauts hin. Der Verzehr von Jakobskreuzkraut kann für weidende Tiere tödlich enden. Auch nach Heu- und Silagebereitung werden die Giftstoffe nicht abgebaut. Ziegen reagieren weniger empfindlich wie Pferde oder Rinder. So bedarf es für eine tödliche Dosis grösserer Mengen (1,25 - 4 kg FG/kg Körpergewicht). Bereits die Aufnahme geringerer Menge führt jedoch zu Leistungseinbussen und Gesundheitsschäden. Als wichtigste Bekämpfungsmaßnahme gilt es die Samenbildung der Pflanze zu verhindern, indem die betroffenen Flächen spätestens bei Blühbeginn gemäht werden. (8.5.2009, Quelle mit Bildern: http://www.landwirtschaftskammer.de)

200 Ziegen im Einsatz für Google

Google setzt auf Ziegen in der Landschaftspflege. Neben Maschinen kommen auf dem Campus im kalifornischen Mountain View auch 200 Ziegen zum Einsatz. Die Vorteile der Ziegenbeweidung gemäss Google: Sie arbeiteten ohne Lärm und Luftverschmutzung, sie düngten gleichzeitig den Rasen und seien zudem wesentlich netter anzusehen wie Mähmaschinen. Die Ziegen wurden bei der Firma California Grazing gemietet, die gemäss eigenen Angaben bei ihren Kunden mit rund 800 Ziegen im Einsatz ist. In Kalifornien werden Ziegen verbreitet zur Bekämpfung von Verbuschungen eingesetzt. Sie sollen feuergefährdetes trockenes Gestrüpp abgrasen und so Bränden nach jahrelanger Trockenheit vorbeugen. (3.5.2009, Quelle: http://googleblog.blogspot.com)

Ziegenställe intelligent einrichten

Im Laufstall besteht die Gefahr, dass sich die Ziegen aus Futterneid und bei Rangkämpfen ins Gehege kommen. Eine neue Studie der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART zeigt, dass der Friede im Stall stark von der Inneneinrichtung abhängt. Sobald mit einem Sichtschutz während des Fressens der Blick auf die Seite versperrt wurde, war es auch für dominante Ziegen nicht von Belang, dass ihre rangtieferen Artgenossinnen nur 25 Zentimeter nebenan vom selben Heu frassen. Auch Höhenunterschied zwischen den Ziegen verminderten die Aggressionen deutlich. Sichtschutzwände, Podeste und Liegenischen schaffen generell mehr Ausweichmöglichkeiten und erhöhen den Stallfrieden. (29.4.2009, Quelle: www.news.admin.ch).


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